Für Kinder: Eberner Stadtführer selbst gestaltet Mitgliederversammlung 2010

Bei Infobesuch erfuhr die Junge Union Wichtiges über die VHS Ebern

„Ich freue mich, dass sich mal eine politische Gruppierung mit einem Besuch bei mir interessiert“, begrüßte die Geschäftsführerin der Volkshochschule (VHS) Ebern, Irmgard Ruhhammer, eine Delegation der Jungen Union (JU) Ebern unter Leitung von Philip Ullrich. Zum Informationstermin kam man in den Räumen der ehemaligen Akademie für Gestaltung in der Nikolaus-Fey-Straße zusammen. Ruhhammer nahm sich zwei Stunden Zeit für die jungen Politiker, erklärte die Geschichte der VHS und bezog zur aktuellen Situation Stellung. Seit zwölf Jahren sei die VHS in der Haßbergestadt ein eingetragener Verein, im September werden es 60 Jahre seit ihrer Gründung. Ihre Bereitstellung zähle zu den Pflichtaufgaben der Kommunen. Irmgard Ruhhammer dankte der Stadt Ebern und den Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Ebern, Pfarrweisach und Rentweinsdorf, für die Unterstützung. „Die VHS hat hier optimale Voraussetzungen. Es erleichtert viel, wenn die Geschäftsstelle bei den Hauptschulungsstätten ist.“ Würde die VHS nicht die ehemalige Akademie, wo zwischenzeitlich die Grundschule Quartier bezogen hatte, nutzen, stünden die Räume nun leer, war sich Irmgard Ruhhammer sicher. Das Haus sei „tipp, topp in Schuss“.

Vhs Infobesuch Ju Ebern in „Ein richtig schönes Haus der Begegnung“

Die Junge Union (JU) Ebern unter Leitung von Philip Ullrich (zweiter von links) informierte sich aus erster Hand über die Volkshochschule (VHS) Ebern bei Geschäftsführerin Irmgard Ruhhammer (3. von links). Es gab einen Rundgang durch die ehemalige Akademie für Gestaltung in der Nikolaus-Fey-Straße, wobei man Wichtiges über die aktuelle Situation der Bildungsstätte erfuhr.

Der Dank der VHS gelte insbesondere Werner Grell und dessen Team vom Stadtbauhof, „die immer da sind, wenn man sie braucht.“ „Wir haben ein richtig schönes Haus der Begegnung“, freute sich die Geschäftsführerin. Auch der Garten könne genutzt werden, positiv zudem seien größtenteils barrierefreie Nutzungsmöglichkeiten. Das Gebäude werde nunmehr ganztags genutzt, „alle Vormittagsangebote werden angenommen.“ Ruhhammer betonte, dass Räume auch von Vereinen genutzt werden könnten. Stehe eine Veranstaltung in Kooperation mit der VHS, entfielen die Mietkosten. Der Eberner Musikschule stünde ein Raum zur Verfügung. „Ich bin jederzeit offen für Anregungen“, sagte sie. Problematisch sei die Nutzung der zirka 120 Personen fassenden Aula, der schlechten Akustik wegen. Vorträge, Filmvorführungen oder Konzerte könnten nicht stattfinden. Daher wünsche man sich Abhilfe. „Ich würde mich über Sponsoren sehr freuen“, so Irmgard Ruhhammer. Die Gäste der Jungen Union bestaunten den EDV-Raum. Hierzu gebe es immer wieder Firmenanfragen für spezielle Kurse, wenngleich das „Kerngeschäft“ der Volkshochschule nicht mehr der Computerbereich sei. Es vollziehe sich ein Wandel: Die Nachfrage nach Kursen rund um das Thema Gesundheit steige stetig. „Der Gesundheitsbereich boomt“, verriet Ruhhammer. „Der absolute Renner“ seien auch Sprachkurse. Italienisch-Konversation sei immer ausgebucht. Habe die VHS früher nur Erwachsenenbildung angeboten, gehören heute bereits Babys zu Kursteilnehmern. Schon lange ersatzlos gestrichen wurde Stenographie. Viel Lob gab es für die Kursleiter, „alles Idealisten.“ Diese garantierten die qualitativ hochwertigen Angebote für bis zu 7000 Kursteilnehmer in bis zu 400 Veranstaltungen im Jahr. „Ein Sahnestückchen für Ebern und den Landkreis“ sei ab Januar 2011 die Zusammenarbeit mit der Jugendkunstschule der Faber-Castell-Akademie, die auf hohem Niveau stehe. Die Geschäftsführerin zeigte noch ihr Büro und erläuterte das umfangreiche Aufgabengebiet der Verwaltung. Die Junge Union war überzeugt, dass die VHS Ebern zu den wichtigsten Standortfaktoren im nördlichen Landkreis gehört. Dies müsse die Politik mit „voller Kraft“ unterstützen, meinte Vorsitzender Philip Ullrich zum Abschluss und überreichte einen bunten Blumengruß an Irmgard Ruhhammer.

Bericht: Sebastian Stastny

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