Die Volkshochschule Ebern zeigte am Mittwoch, bei ihrer Jahreshauptversammlung, wieder einmal, wie reibungslos alles ablaufen kann. Besonders Sebastian Stastny, der vor einem Jahr neu in das Amt des Vorsitzenden gewählt worden war, zeigte sich begeistert ob der vielfältigen und zahlreichen Unterstützung die ihm zuteil wurde. Ohne die Hilfe von Geschäftsführerin Irmgard Ruhhammer und den Mitgliedern der Vorstandschaft, ist sich Stastny sicher, hätte er seine neuen Aufgaben nicht so leicht und gut meistern können.

 

Im Bericht über die Tätigkeiten der vhs im vergangenen Jahr gab Stastny auch einen Überblick über die Veranstaltungen aus dem Programm der vhs. Dabei zeigte sich wie vielfältig die Eberner Institution aufgestellt ist. Schwerpunktmäßig bietet die vhs Kurse im Bereich Gesundheit an, die im letzten Jahr durch die Eberner Gesundheitstage ergänzt wurden. Doch auch die anderen Bereiche finden großen Zuspruch. So stellte beispielsweise der Vortrag von Frau Dr. Elvira Fischenich über Hildegard von Bingen einen Besucherrekord auf. Bei den Sprachen liegt Englisch mit sechs Kursen vorn, doch auch Spanisch und Italienisch erfreuen sich anhaltender Beliebtheit. Im Kultur-Bereich sticht der Nähkurs besonders heraus. dieser war im letzten Semester erstmalig angeboten worden und war so erfolgreich, dass er gleich wiederholt werden musste.

Auch die junge vhs sowie die Senioren vhs werden gut angenommen. Hierbei profitiert besonders die Senioren vhs vom neuen Gebäude, denn so können viele Kurse auch vormittags abgehalten werden.

Ein weiteres Highlight im vergangenen Jahr, so Stastny, war das erstmals durchgeführte Kursleitertreffen. Dieser Abend kam bei den Kursleitern sehr gut an und das nicht nur wegen der Ehrungen und der großzügigen Bewirtung, die ihnen dank der drei Bürgermeister Robert Herrmann, Herrmann Martin und Willi Sendelbeck zuteil wurde, sondern besonders weil sie so die Möglichkeit hatten sich einmal nicht nur „zwischen Tür und Angel“ zu treffen. Gerade weil das Treffen so erfolgreich war, kündigte Irmgard Ruhhammer an, es fortan alle zwei Jahre stattfinden zu lassen, auch damit der Kontakt zu und unter den Kursleitern nicht abreist.

 

Weiterhin kündigten Irmgard Ruhhammer und Sebastian Stastny an, sei es dank der Unterstützung des Rentweinsdorfer Bürgermeisters Willi Sendelbeck, möglich verstärkt Kurse und Informationsveranstaltungen auch in Rentweinsdorf abzuhalten. Hierzu sicherte Sendelbeck, sofern die Veranstaltungen der vhs nicht mit dem Belegungsplan kollidieren, die Nutzung von Marktsaal beziehungsweise Feuerwehrhaus zu. Kurse die in Rentweinsdorf angeboten werden können wären zum Beispiel Tanzkurse. Aber die vhs ist auch für weitere Vorschläge aus allen Richtungen offen. „Viele unserer Kurse gehen auf Anregungen und Anfragen aus der Bevölkerung zurück“ machte Irmgard Ruhhamer deutlich. Außerdem wies sie auf die Möglichkeit hin Gutscheine zum Beispiel für Kursbesuche oder auch das fränkische Theater Maßbach bei ihr zu erwerben.

Einzige Sorge machte Stastny und Ruhhammer in der Versammlung der Mitgliederstand. „Es wäre schön, wenn sich ein paar mehr Leute bereit finden würden Mitglied zu werden, jeder ist herzlich eingeladen“ Stellte Stastny fest. Irmgard Ruhhammer ergänzte, dass Mitglieder sogar einen Vorteil in Form eines Rabattes auf die Kursgebühren bei Kursen die die Mindestteilnehmerzahl erreichen, haben.

Finanziell steht die vhs Ebern solide da. Zwar war mit den Bewirtschaftungskosten für das Gebäude in der Nikolaus-Fey-Str. ein großer Brocken dazu gekommen, doch dank der Zuschüsse durch die Mitgliedsgemeinden stellt auch das kein Problem dar.

Insgesamt zeigten sich Stastny und Ruhhammer begeistert von der Jahreshauptversammlung. „Die vhs Ebern ist eine gut funktionierende und harmonische Familie.“

Verfasserin: Katharina Gerstenkorn

Nach den Sommerferien findet erstmals ein Kurs der Jugendkunstschule Faber-Castell in den Räumen der Volkshochschule Ebern statt. 

Die Teilnehmer werden sich kreativ mit dem Thema „Sinneslabyrinth“ beschäftigen. Beim Malen und Zeichnen geht es darum, verschiedene Sinne einzusetzen, um am Ende ein visuell ansprechendes Kunstwerk vor sich zu haben. Bilder können also aus unterschiedlichen Gerüchen, Musikstilen und Geschmacksrichtungen gewissermaßen komponiert werden. Darüber hinaus können die Teilnehmer auch erforschen, wie Bilder „schmecken“ und  „riechen“, oder wie man diese tatsächlich „vertonen“ kann. 

Bei der Umsetzung der Gestaltungsthemen unterstützen die Dozenten die Kinder und Jugendlichen individuell. Spielerisch und zugleich mit hohem Anspruch an sich selbst werden die Dozenten die Begabung des Kindes individuell fördern. Auf der persönlichen Ebene wird das Selbstbewusstsein, die Teamfähigkeit und soziale Kompetenz der Kinder gefördert. Dies geschieht, indem kein klassisch schulischer Unterricht gehalten wird, in dem reine Techniken vermittelt werden, sondern es wird ein Schutz- und Freiraum geboten, in dem sich die Kinder kreativ entfalten und entwickeln können.

Die Kurse der Jugendkunstschule richten sich an Kinder und Jugendliche im Alter von 6-18 Jahren und sind in drei Trimester pro Jahr mit je zehn wöchentlichen Terminen organisiert.

Kurstermin in Ebern ist immer mittwochs vom 06.10.- 15.12.2010, jeweils in der Zeit von 15:30- 17:45 Uhr.

Informationen und Anmeldeunterlagen finden Sie im Internet unter http://jugendkunstschule.faber-castell.de. Telefonisch ist die Jugendkunstschule von Montag bis Freitag von 9-12 Uhr unter 09131-5339700 erreichbar.

Kürzlich lud die Volkshochschule Ebern zusammen mit der Hanns-Seidel-Stiftung zu einem interessanten Vortrag zum Thema „Internet, Recht und Abzocke – Haften Eltern für den Download ihrer Kinder?“ mit Rechtsanwalt Steffen Vogel in die Räume der VHS in Ebern ein.

Zunächst stelle der Regionalbeauftrage der Hanns-Seidel-Stiftung (HSS) für Unterfranken, Paul Hufnagel aus Hammelburg, die Stiftung und ihre Bildungseinrichtungen in Kloster Banz und Wildbad Kreuth vor, deren Angebote allen Bürgerinnen und Bürgern parteiübergreifend offen stünden und unter www.hss.de abgerufen werden könnten.

Ehe Rechtsanwalt Steffen Vogel zu seinem Referat überging, führte die Geschäftsführerin der VHS-Ebern, Irmgard Ruhhammer, in die Thematik ein. Immer mehr Bürgerinnen und Bürger sähen sich als „Opfer des Internets“, da diese mit Rechnungen von Gewinnspielen oder irgendwelchen Abos mit Rechnungen konfrontiert würden, ohne dass man sich bewusst war, irgend einen Vertrag abgeschlossen zu haben. Auch das Herunterladen von Musiklieder sorgt immer wieder für Ärger, weil dann teure Abmahnungen mit Anwaltskosten im Bereich von mehreren hundert Euro ins Haus flattern würde. Deshalb habe die VHS das Thema aufgreifen wollen, um den Bürgerinnen und Bürgern Informationen aus erster Hand zu bieten.

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Rechtsanwalt Steffen Vogel

Rechtsanwalt Steffen Vogel erläuterte zunächst die Internetplattform „Ebay“ und deren Risiken. So warnte der Rechtsanwalt vor Käufen im Internet von Privatpersonen, weil damit keine Gewährleistung und kein Widerrufsrecht verbunden sei, so dass der Käufer im Falle des Nichtgefallens oder der Fehlerhaftigkeit der gekauften Waren oftmals keine Möglichkeiten der Rückabwicklung hat, zumal bei Rechtsstreitigkeiten dann der Käufer den Verkäufer an dessen Wohnsitz verklagen müsste, der bei Käufen im Internet oftmals mehrere hundert Kilometer vom eigenen Wohnsitz entfernt liegt. Auch sollte man auf die Bewertungen des Verkäufers achten oder nur über das Käuferschutzsystem „paypal“ den Kauf abwickeln.

Im Hinblick auf das Herunterladen von Musikstücken warnte Rechtsanwalt Steffen Vogel vor sogenannten Tauschbörsen, wie „Emule“. Dies sind im Internet frei zugänglich, das Nutzen der Tauschbörsen ist jedoch illegal und kann zu Abmahnungen mit einer strafbewehrten Unterlassungserklärung führen. Der Rechtsanwalt riet dazu, das Herunterladen zu bestreiten und eine abgeänderte Unterlassungserklärung ohne Eingeständnis einer Zahlungsverpflichtung zurückzusenden. Oftmals würden die Musikfirmen nur „große Fische“ mit vielen Verstößen verfolgen und bei einem „Download“ nicht Klage einreichen.

Weiterer Schwerpunkt der Vortrags war der Schutz der Kinder vor den Risiken des Internets. Rechtsanwalt Steffen Vogel riet grundsätzlich dazu, mit den Kinder kontinuierlich zu sprechen und auf das Risiko von Downloads, Abofallen und Gewaltspielen hinzuweisen. „Leider gibt es nahezu keine technischen Möglichkeiten, um eine gewisse Barriere vor unerwünschten oder verbotenen Downloads zu errichten“, so Vogel. Auch wies der Rechtsanwalt darauf hin, dass man den Kindern unbedingt vor Augen führen muss nicht den Namen, die Adresse oder weitere private Daten in sogenannten „Chatrooms“ oder Onlineforen zu veröffentlichen.

Vogel hält es für wichtig, immer wieder mit den Kindern ins Internet zu gehen und sich dafür zu interessieren, welche Seiten die Kinder im Internet anschauen. Feste Regeln für die Zeit des Internetsurfens und den Inhalt sind unerlässlich. Generell sei es wichtig, den Kindern vielfältige Anregungen zur Freizeitgestaltung zu geben und die Umsetzung zu fördern, damit die Kids eben nicht nur vor dem Rechner sitzen. Vogel wies abschließend noch auf informative Internetseiten hin, bei denen Eltern Tipps und Ratschläge erhalten können:

www.schau-hin.info, www.jugendschutz.net und www.jugendschutz.de!

Alles neu… macht nicht nur der Mai, sondern vor ihm schon die VHS Ebern: Noch stecken wir zwar im tiefsten Winter, der Frühling grüßt aber bereits mit dem neuen druckfrischen Programm der Volkshochschule, das ab sofort an den bekannten Stellen ausliegt.  „Wir haben diesmal sehr viel Neues“, verrät Irmgard Ruhhammer im Gespräch mit unserer Zeitung. Vor allem der Bereich Gesundheit und die „junge VHS“ konnten ausgebaut werden und warten mit attraktiven Kursen auf. „Mit diesen angenehmen Räumlichkeiten hier im Akademiegebäude haben wir viel mehr Möglichkeiten“, freut sich Irmgard Ruhhammer. So beispielsweise auch für Vortrag und Workshop von Diakon Sven Steffan, der als Trainer für Berufs- und Lebensplanung  helfen will, „dem Leben Richtung zu geben“.

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Tanzen: „Tanzen macht Spaß“ heißt nicht nur der beliebte VHS-Kurs von Christl und Joachim Holzwarth, von denen ein Kurs bereits seit vielen Jahren beinahe professionelle Kenntnisse erlangt (zu sehen übrigens auch beim Tanzschul-Abschlussball in der Hauptschule am Freitag nächster Woche), Tanzen macht ganz offensichtlich Spaß, wie hier bunt und deutlich zu sehen ist. (Foto: Joachim Holzwarth)

Von den eigenen Räumen profitieren ebenso die Angebote im Fitness- und Gesundheitsbereich: Während Qi Gong und Thai Chi Chuan wieder mit vielen Kursen vertreten sind (ein Qi Gong-Kurs soll im Sommer sogar im wunderschönen Innenhof des Akademiegebäudes stattfinden, Fu Tai Chi Chuan auch in Rentweinsdorf), finden sich auch verstärkt Kurse zu Entspannung und Körpererfahrung. „Gerade die Kurse zur Entspannung finden bei vielen Berufstätigen immer größeren Anklang“, berichtet Irmgard Ruhhammer. „Mit dem Atem in Gespräch“ kann man daher bald sein, in die „Welt der Entspannung abtauchen“ oder einen „Wohlfühltag für Frauen“  gemeinsam verbringen. Die schöne Aula des Gebäudes wird diesmal zu einer dreiwöchigen Ikonen-Ausstellung (ab Ende März) genutzt werden. Neben der angenehmen Umgebung im neuen VHS-Gebäude ist hier ein unschlagbarer Vorteil, dass viele Kurse nun auch am Vormittag stattfinden können – mit enormer Nachfrage, wie zu hören ist. Aerobic beispielsweise, denn auch die Fitness kommt nicht zu kurz. Neu im Angebot ist die Rückenschule, ebenso die Beckenbodengymnastik für Frauen. „Vom Baby bis zum Erwachsenen“ werden die Wasserratten bei den Schwimmkursen versorgt, was genauso zur frühlingsfitten schlanken Linie beitragen kann, wie die Unterstützung bei der richtigen Ernährung. Abnehmen, die Kräfte der Natur nutzen – oder, auch dies kann der Seele gut tun, Krapfen backen nach guter fränkischer Tradition beziehungsweise mit anderen Mannsbildern den Kochlöffel schwingen… Um die Gesundheit sorgen sich auch die Haßberg-Kliniken, Haus Ebern, die kostenlos ihre Chefärzte für interessante Vorträge zur Verfügung stellen. Viel getan wird ebenso für die Kinder und Jugendlichen: Ein Deutsch- und ein Mathematik-Trainingskurs für den Quali (in Absprache mit den Schulen), Orientalischer Tanz, Selbstverteidigung, Autogenes Training, Offroad-Skaten  und Latino-Aerobic – in allen Bereichen können die Kids sich fit machen. Eine Motorikschulung wird sogar schon für die Jüngsten ab 18 Monaten angeboten; die Aufmerksamkeit kann wiederum bei Kindern ab dem Grundschulalter gefördert und trainiert werden. Neu ist auch der Versuch, kleine Damen im „Modeltraining“ erste „Laufstegerfahrungen“ machen zu lassen. Wer es kreativer mag, ist genau richtig in den Kursen zum eigenen Fotoalbum oder Notizbuch, die für Mädchen und Jungen getrennt angeboten werden. Eine tolle Sache ist auch das eigene Fotoalbum der Stadt Ebern, das in einem gemeinsamen Stadtrundgang mit Fotoapparat und darauf folgender Bastelstunde angefertigt werden kann. Doch auch die Senioren kommen nicht zu kurz: In eigenen PC-Kursen etwa, bei „Yoga in den goldenen  Jahren“, Nordic Walking und einem speziellem Make Up-Kurs. Und noch etwas schlägt zarte Wurzeln: „Wir möchten vom Umweltbildungszentrum Oberschleichach eine kleine Eberner Zweigstelle aufbauen“, berichtet Irmgard Ruhhammer, denn für viele ist dessen Angebot zwar sehr interessant, aber recht weit entfernt. Vier Angebote zwischen Februar und April laufen daher nun in Ebern. Die Kooperation klappt auch bestens mit den Firmen und Geschäftsleuten, die in den EDV-Räumen des VHS-Gebäudes auch individuelle PC- oder Kompetenz-Kurse buchen können, und zwar „quasi rund um die Uhr“. Das restliche Programm in diesen Bereichen richtet sich hauptsächlich an Einsteiger, wichtige Informationen zum Internet-Umgang der Kinder liefern zusätzlich ein rechtlicher Vortrag, sowie eine technische Einführung. Ebenfalls für Einsteiger ist noch wichtig zu erwähnen, dass alle Gesundheits- und Sprachkurse auch erst einmal ausprobiert werden dürfen; ein Wechsel sei dann kein Problem, versichert Irmgard Ruhhammer. Grundsätzlich soll sich zu allen Veranstaltungen unbedingt angemeldet werden: Zu den Geschäftszeiten der VHS Ebern von Montag bis Mittwoch jeweils von 9 Uhr bis 12 Uhr und am Donnerstag von 14 Uhr bis 17 Uhr unter 09531-6463, oder per email (mail@vhs-ebern.de) beziehungsweise direkt im Internet unter www.vhs-ebern.de, wo ebenfalls das komplette Programm eingesehen werden kann.

 

Neu im Angebot der VHS ist auch die Kooperation mit dem Eberner Sport- und Kulturverein, mit dem gemeinsam diverse Veranstaltungen auf die Beine gestellt werden. Schon am Freitag nächster Woche, 22. Januar, liest Autor Peter Ritter (Verfasser des Bamberg-Krimis „Bullen-Blues“) aus seinem neuen Roman „Seitenspringer“. Für das passende Feeling sorgt der begnadete Gitarrist Wolfgang Kalb mit akustischem Blues. Krimi und Blues zu hören und zu erleben gibt es um 20 Uhr im Laurentiusstübl. Deutlich lustiger wird es im April: Nach dem buchstäblich einschlagenden Erfolg der Band bei der vergangenen Musiknacht holt der SpuK die „Road Brothers“ noch einmal nach Ebern. Mit unvergleichlichem Sachsen-Slang und hervorragender musikalischer Qualität im Anarcho Folk und Country Bluegrass, wie sie ihre Musik beschreiben, werden sie mit Sicherheit erneut das Publikum begeistern (am 24. April um 20 Uhr im Gasthof Frankenstuben in Ebern). Reservierungen bei der VHS oder unter walter_ullrich@web.de.

 

Die größte Neuigkeit aber ist das geplante Kino-Revival, auf das sich SpuK und VHS verständigt haben: Gemeinsam mit Capitol-Kino Schneyer aus Zeil wird mit insgesamt vier Filmen (in der Aula der Grund- und Förderschule) der Zuspruch getestet, auf dass vielleicht die Kino-Zeit nach langer Pause nach Ebern zurückkehrt… Am 26. Februar wird gestartet mit dem sehenswerten Meisterwerk „Drachenläufer“ nach dem Buch von Khaled Hosseini, am 26. März erfreut die liebenswerte  Komödie „Willkommen bei den Sch’tis“, am 16. April läuft dann der Oscar-prämierte Film „Slumdog Millionär“ (Beginn der Filme ist jeweils um 19 Uhr). Für die Kinder gibt es am 14. März zum Laetare-Markt!) um 14 Uhr den Animations-Knaller „Ice Age 3“ zu sehen. Mit 5 Euro Eintritt und der Leinwand direkt vor der Haustür könnte das Kino-Angebot in Ebern zur gefragten Alternative werden.

 

Bericht von Tanja Kaufmann vom 15.01.2010

 

Die Volkshochschule Ebern ist nun ganz offiziell in der ehemaligen Akademie für Gestaltung zuhause. Bei der Schlüsselübergabe am Dienstag herrschte Freude allenthalben. Meisterschüler aus dem zweiten Semester präsentierten direkt im Anschluss viele gute Ideen, wie man die Räume schöner gestalten könnte.

„Ein ganz besonderer Tag”, war es für Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel. Habe ihn doch die Frage „Was machen wir mit dem Anbau der Meisterschule?” schon seit seinem Amtsantritt beschäftigt. „Alle möglichen Überlegungen”, so Dotzel, seien angestellt worden. Wobei immer die Vorgabe im Raum gestanden habe, dass die neue Nutzung durch das Kultusministerium genehmigt werden müsse, weil es den Bau seinerzeit bezuschusst habe.

Für die Volkshochschule sei die Akademie als neues Domizil ideal, schließlich bedeute dies nicht nur eine Verlagerung, sondern auch eine Erweiterung. Andererseits würden die Räumlichkeiten im Sinne der Meisterschule genutzt. Diese sei zwar nur eine kleine Schule, „aber wir wollen die Erwachsenenbildung fördern”, sagte Dotzel in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Zweckverbandes. „Für die Stadt Ebern ist diese Lösung sicher ein Gewinn.” Dotzel betonte die Bedeutung von Bildung und lebenslangem Lernen. „Die Bildung hat jetzt eine zusätzliche Chance in Ebern.”

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Die Volkshochschule Ebern ist nun ganz offiziell in der ehemaligen Akademie für Gestaltung zuhause. Bei der Schlüsselübergabe am Dienstag herrschte Freude allenthalben: (von links) Bezirkstsagspräsident Erwin Dotzel, Bürgermeister Robert Herrmann sowie die VHS-Vertreter Irmgard Ruhhammer (Geschäftsführerin) und Karl-Heinz Krebs (2. Vorsitzender).

Seitens der Stadt als neuer Mieterin der Akademie bedankte sich Bürgermeister Robert Herrmann beim Bezirk Unterfranken und dem Zweckverband für deren Entgegenkommen. Es habe intensive Gespräche und viel Brainstorming gegeben, um realisierbare, konkrete Ziele fest zu legen. Ähnlich wie zuvor Dotzel sprach Herrmann von einem Gewinn im östlichen Landkreis Haßberge für die Erwachsenenbildung. „Die Volkshochschule hat sich wesentlich verbessert”, sagte er, „das zusätzliche Angebot wird eine größere Nachfrage nach sich ziehen.”

Den Worten von Karl-Heinz Krebs zufolge erfüllt sich diese Hoffnung bereits. Der zweite Vorsitzende der VHS Ebern berichtete von einem Boom bei den neuen Kursen am Vormittag. „Mit dem Umzug in die Akademie haben wir das erste Mal neue, eigene Räume”, betonte Krebs. Dies bedeute „neue, große Möglichkeiten”, wie eben Vormittagskurse, die bei der Nutzung von Schulräumen nicht möglich sind.

Außerdem habe die VHS nun die Möglichkeit, die Räume nach eigenen Vorstellungen zu gestalten. Es sei das Ziel, so Krebs, die VHS zu einer „einladenden, angenehmen und von vielen besuchten Einrichtung, zu einem kulturellen Zentrum für Ebern” zu machen.

Nicht zuletzt zeigte sich der Schulleiter der Meisterschule, Dr. Oliver Dünisch, erfreut über das Neben- und Miteinander beider Einrichtungen. Alle vier Redner hoben positiv hervor, dass die Meisterschule die Akademie nach wie vor für Veranstaltungen mitnutzen kann.

Ein guter Grundstein für die Zusammenarbeit ist bereits gelegt: Teilnehmer des Kursus 49 an der Meisterschule haben im Dialog mit den VHS-Verantwortlichen Entwürfe für die Neugestaltung der Akademieräume ausgearbeitet. Die Projektaufgabe im 2. Semester erwies sich einmal mehr als gewinnbringend für beide Seiten: die Meisterschüler lernen, Ideen nicht nur entwickeln, sondern auch zu präsentieren und zu verkaufen, die Eigentümer oder Nutzer der Räume bekommen detailgenaue Anregungen für die Umgestaltung.

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Beeindruckt zeigten sich die VHS-Verantwortlichen von den Entwürfen der Meisterschüler zur Neugestaltung der Akademieräume. Hier nimmt Geschäftsführerin Irmgard Ruhhammer eine Materialprobe von Johannes Düring unter die Lupe.


Nach einer Zwischenpräsentation im Sommer stellten die jungen Leute nun ebenfalls am Dienstag ihre fertigen Raumkonzepte vor. Einrichtung, Materialien, Farbgestaltung und Beleuchtung gehörten zu den Aspekten, die zu planen waren. Die VHS-Verantwortlichen zeigten sich beeindruckt, nicht nur von den vielen durchdachten Anregungen für Eingangsbereich, Aula, Seminar- und Büroräume, sondern auch von den Präsentationen selbst, die durch die Möglichkeiten der Computersimulation sehr anschaulich waren.

Ebern - Mächtig stolz ist die VHS in Ebern auf ihre neue Unterbringung, in der nun erstmals mit Beginn des Herbstsemesters auch Kurse stattfinden werden. “Wir wollen das Haus mit Leben füllen”, verspricht eine strahlende Irmgard Ruhhammer, der die Begeisterung für das Akademie-Gebäude mitsamt seinen Möglichkeiten anzumerken ist.

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Irmgard Ruhhammer, Geschäftsführerin der VHS Ebern, ist stolz auf das neue Domizil im ehemaligen Akademie-Gebäude. Erstmals können jetzt in dem Gebäude auch vormittags Kurse stattfinden. Foto: Tanja Kaufmann

Bestens ausgestattete Schulungs- und Seminarräume, ein großer Raum für Gymnastik oder Yoga-Kurse, ein ausgezeichneter Computerraum und natürlich auch Toiletten - all dies weist die VHS im Akademiegebäude, wo sich auch die Geschäftsstelle befindet, nun auf. Keine mühevollen Planungen und Zeitenvereinbarungen mehr mit Veranstaltungsorten und die Möglichkeit, auch vormittags Kurse anzubieten, sind unschätzbare Vorteile des “VHS-Hauses”. Doch noch mehr als das stellt sich Irmgard Ruhhammer vor. “Das könnte ein Haus der Begegnung werden”, hofft sie, und erklärt: “Das Haus ist für alle offen.” Als Anlaufstelle auch für Lesungen und Kulturveranstaltungen etwa, oder für Vereine - als Treffpunkt eben für alle Bürger.

Ganztags ist das Haus offen für alle, die Möglichkeit der Vormittagskurse ist im neuen Programm schon genutzt worden. Aerobic und Bodystyling etwa, ab Oktober zwischen 9.00 und 10.00 Uhr, vielleicht für Mütter eine dankbare Zeit, um auch einmal etwas für sich zu tun, das Gleiche gilt für einen Yoga-Kurs.

Im Großen und Ganzen ist der Gesundheitsbereich, der wie immer die meisten Kurse beinhaltet, gleich geblieben. Die bewährten Kurse vom Rückenzirkel über Nordic Walking bis zum Schwimmen laufen weiter; wie gewöhnlich fördern die gesetzlichen Krankenkassen den gesamten Gesundheitsbereich. Dazu zählen auch die Angebote in Qi Gong und Yoga (wo es diesmal auch eine Einführungsveranstaltung geben wird); neu ist hier die Vorstellung der Schwertkunst im Tai Chi Chuan und der Progressiven Muskelentspannung nach Jacobson.

Um die Gesundheit kümmert sich natürlich auch die Ernährung, das Herbst-Thema “Rund um den Apfel” lockt dabei ebenso an den Herd, wie Fränkische Spezialitäten aus Omas Küche. Wegen der großen Nachfrage wird in diesem Semester übrigens noch ein weiterer Männer-Kochkurs angeboten. Beliebt sind stets auch die Gesundheitstage in Zusammenarbeit mit den Haßberg-Kliniken, in denen die Eberner Chefärzte wieder zu drei Vorträgen einladen.

Einen Versuch startet die VHS mit den Angeboten in “Pflege und Kosmetik” durch eine Visagistin, die sich in einem weiteren Kurs auch eigens den Senioren und der reifen Haut ab 50 widmen wird. Die Senioren werden natürlich auch mit eigenen PC-Kursen und den beliebten Liedern zur Gitarre bedacht.

Wie von selbst laufen auch immer die Sprachkurse, wie Irmgard Ruhhammer berichtet; diesmal sei wieder einmal ein Italienisch-Anfängerkurs dabei, ansonsten gibt es Spanisch und Englisch.

Zum Profi machen kann man sich außerdem in den zahlreichen Kursen zum Thema Kompetenz, wie im Internet oder der Buchhaltung. Dabei heißt es vor allem im Internet vorsichtig sein, weshalb Infoabende zur Internet-Sicherheit für Kinder und der rechtlichen Lage bei “Internet-Abzocke” angeboten werden.

Die Kinder selbst sind gefragt bei bewährten Angeboten wie Turnen und Töpfern, aber auch bei Latino-Aerobic und Selbstverteidigung. Kreativ werden sollen auch die Erwachsenen: Sie können ein Fotoalbum selbst herstellen, Töpfern und Filzen. Wer nur zuhören oder -schauen möchte, darf sich in Dia- und Beamervorträgen an fremde Orte entführen, sich vom Fränkischen Theater Maßbach begeistern oder in die Biographien von Barockarchitekt Joseph Greissing und “Methusalem” Joseph Brunner einführen lassen.

Die “schöne und äußerst beliebte Serie” (Irmgard Ruhhammer) der Zusammenarbeit mit der “Leseinsel” und dem Partyservice Streit wird mit einer Autorenlesung vom “Urgestein” des Bamberger Kabaretts TBC Helmut Vorndran samt Drei-Gänge-Menü weitergeführt; Walter Dold wagt sich an die Vorstellung markanter Kapitel aus Charles Darwins “Vom Ursprung der Arten”.

Ein bisschen was trauen müssen sich auch die Paare, die sich Salsa und Gesellschaftstanz stellen; wie die Kochkurse finden diese Veranstaltungen wie gewohnt in der Realschule statt.

Die PC-Kurse hingegen haben mit dem neuen Computerraum im Akademiegebäude einen hervorragenden Kursort gefunden; wer hier allerdings gerne vormittags zu Textverarbeitung, Excel oder Powerpoint antreten möchte, kann sich bei der VHS melden, da eventuell auch andere Termine möglich wären.

Möglich ist in diesem Semester noch etwas anderes: Wer sich schon immer für die Kurse des Umweltbildungszentrums in Oberschleichach interessiert hat, aber nicht so weit fahren wollte, kann nun in Ebern von der Zusammenarbeit der beiden Bildungswerke profitieren. Morgen (Samstag, 19. September, von 10 bis 18 Uhr) findet hier die erste Veranstaltung statt; anstelle des erst ausgeschriebenen Bauhofes kann der Kurs “Eigene Kunstwerke für den Garten: Steinbearbeitung für Erwachsene” übrigens schon in der Akademie stattfinden.

Als erste Großveranstaltung ist die “Bibel im Zelt” vom 20. Oktober bis 8. November für Irmgard Ruhhammer die Bewährungsprobe für die ausgiebige und restlose Nutzung des Akademiegebäudes: “Das Haus wird voll sein bis auf den letzten Raum”, kündigt die Geschäftsstellen-Leiterin an und freut sich dennoch: “Das wird die Feuertaufe.”

Anmeldungen zu den Kursen sind wie immer möglich über Telefon (die Nummer ist gleich geblieben) 09531/6463, Fax: 09531/5626, E-Mail: mail@vhs-ebern.de oder über das Internet: www.vhs-ebern.de; natürlich auch persönlich zu den Geschäftszeiten (Montag bis Mittwoch 9 bis 12 Uhr und Donnerstag von 14 bis 17 Uhr) in der neuen VHS-Geschäftsstelle in der Nikolaus-Fey-Straße 2.

Tanja Kaufmann, Neue Presse vom 18.09.2009