Die Volkshochschule Ebern ist nun ganz offiziell in der ehemaligen Akademie für Gestaltung zuhause. Bei der Schlüsselübergabe am Dienstag herrschte Freude allenthalben. Meisterschüler aus dem zweiten Semester präsentierten direkt im Anschluss viele gute Ideen, wie man die Räume schöner gestalten könnte.
„Ein ganz besonderer Tag”, war es für Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel. Habe ihn doch die Frage „Was machen wir mit dem Anbau der Meisterschule?” schon seit seinem Amtsantritt beschäftigt. „Alle möglichen Überlegungen”, so Dotzel, seien angestellt worden. Wobei immer die Vorgabe im Raum gestanden habe, dass die neue Nutzung durch das Kultusministerium genehmigt werden müsse, weil es den Bau seinerzeit bezuschusst habe.
Für die Volkshochschule sei die Akademie als neues Domizil ideal, schließlich bedeute dies nicht nur eine Verlagerung, sondern auch eine Erweiterung. Andererseits würden die Räumlichkeiten im Sinne der Meisterschule genutzt. Diese sei zwar nur eine kleine Schule, „aber wir wollen die Erwachsenenbildung fördern”, sagte Dotzel in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Zweckverbandes. „Für die Stadt Ebern ist diese Lösung sicher ein Gewinn.” Dotzel betonte die Bedeutung von Bildung und lebenslangem Lernen. „Die Bildung hat jetzt eine zusätzliche Chance in Ebern.”

Die Volkshochschule Ebern ist nun ganz offiziell in der ehemaligen Akademie für Gestaltung zuhause. Bei der Schlüsselübergabe am Dienstag herrschte Freude allenthalben: (von links) Bezirkstsagspräsident Erwin Dotzel, Bürgermeister Robert Herrmann sowie die VHS-Vertreter Irmgard Ruhhammer (Geschäftsführerin) und Karl-Heinz Krebs (2. Vorsitzender).
Seitens der Stadt als neuer Mieterin der Akademie bedankte sich Bürgermeister Robert Herrmann beim Bezirk Unterfranken und dem Zweckverband für deren Entgegenkommen. Es habe intensive Gespräche und viel Brainstorming gegeben, um realisierbare, konkrete Ziele fest zu legen. Ähnlich wie zuvor Dotzel sprach Herrmann von einem Gewinn im östlichen Landkreis Haßberge für die Erwachsenenbildung. „Die Volkshochschule hat sich wesentlich verbessert”, sagte er, „das zusätzliche Angebot wird eine größere Nachfrage nach sich ziehen.”
Den Worten von Karl-Heinz Krebs zufolge erfüllt sich diese Hoffnung bereits. Der zweite Vorsitzende der VHS Ebern berichtete von einem Boom bei den neuen Kursen am Vormittag. „Mit dem Umzug in die Akademie haben wir das erste Mal neue, eigene Räume”, betonte Krebs. Dies bedeute „neue, große Möglichkeiten”, wie eben Vormittagskurse, die bei der Nutzung von Schulräumen nicht möglich sind.
Außerdem habe die VHS nun die Möglichkeit, die Räume nach eigenen Vorstellungen zu gestalten. Es sei das Ziel, so Krebs, die VHS zu einer „einladenden, angenehmen und von vielen besuchten Einrichtung, zu einem kulturellen Zentrum für Ebern” zu machen.
Nicht zuletzt zeigte sich der Schulleiter der Meisterschule, Dr. Oliver Dünisch, erfreut über das Neben- und Miteinander beider Einrichtungen. Alle vier Redner hoben positiv hervor, dass die Meisterschule die Akademie nach wie vor für Veranstaltungen mitnutzen kann.
Ein guter Grundstein für die Zusammenarbeit ist bereits gelegt: Teilnehmer des Kursus 49 an der Meisterschule haben im Dialog mit den VHS-Verantwortlichen Entwürfe für die Neugestaltung der Akademieräume ausgearbeitet. Die Projektaufgabe im 2. Semester erwies sich einmal mehr als gewinnbringend für beide Seiten: die Meisterschüler lernen, Ideen nicht nur entwickeln, sondern auch zu präsentieren und zu verkaufen, die Eigentümer oder Nutzer der Räume bekommen detailgenaue Anregungen für die Umgestaltung.

Beeindruckt zeigten sich die VHS-Verantwortlichen von den Entwürfen der Meisterschüler zur Neugestaltung der Akademieräume. Hier nimmt Geschäftsführerin Irmgard Ruhhammer eine Materialprobe von Johannes Düring unter die Lupe.
Nach einer Zwischenpräsentation im Sommer stellten die jungen Leute nun ebenfalls am Dienstag ihre fertigen Raumkonzepte vor. Einrichtung, Materialien, Farbgestaltung und Beleuchtung gehörten zu den Aspekten, die zu planen waren. Die VHS-Verantwortlichen zeigten sich beeindruckt, nicht nur von den vielen durchdachten Anregungen für Eingangsbereich, Aula, Seminar- und Büroräume, sondern auch von den Präsentationen selbst, die durch die Möglichkeiten der Computersimulation sehr anschaulich waren.